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Der “San Jose” wird in Valencia zu Ehren des heiligen Joseph am 19. März mit einem großen Aufwand zelebriert. Die Kanaren die ständig Fiestas feiern, feiern den Tag des heiligen Joseph jedoch nicht.
Über Nacht verwandelt sich Valencia. Ab dem 15. März thronen meterhohe Figuren aus Pappmache, wo sich sonst der Verkehr staut. Vier Tage lang wird gefeiert, um Mitternacht am 20. März, werden die kunstvollen Figuren verbrannt. Schätzungsweise gehen in wenigen Minuten im Land Valencia 30 Millionen Euro in Flammen auf.
An den Wohnhäusern in Valencia wird durch weiß-blaue Tafeln bescheinigt, dass das Gebäude feuerversichert ist, dies ist auch erforderlich, da der San Jose die explosivste Fiesta von Valencia ist.
Die Künstler präsentieren am Morgen des 15. März voller Stolz Ihre hergestellten Werke. Eine Skulptur kann bis zu ca. 10 Tonnen wiegen und über 100.000 Euro kosten. Die Künstler werkeln teilweise das ganze Jahr über an Ihren “Fallas”. Wie bei unseren Karnevals-Umzügen, widmet sich eine “Falla” einem bestimmten Thema. So kann eine “Falla” mit verschiedenen Figuren eine ganze Geschichte erzählen.
Während dieser Fiesta in Valencia findet täglich um 14.00 Uhr die “Mascaleta” ein ohrenbetäubendes Spektakel auf dem Rathausplatz statt. Pyrokünstler bestimmen jeden Tag aufs Neue die Reihenfolge der gigantischen Mengen an Feuerwerk.
Der Vorplatz der Kathedrale versinkt am Abend des 18. März in ein Blumenmeer mit einer Orgie von Düften. Aus ganz Spanien werden ca. 50 Tonnen Blumen nach Valencia eingeflogen für diese Prozession. Festlich gekleidet ziehen bis zu 200.000 Menschen bei der “Ofrenda de flores”, der “Zeremonie der Blumengabe” an der Statue der Heiligen Jungfrau vorbei, um ihr zu Füßen Blumensträuße zu legen.
Es ist eine alte Tradition so den Frühling zu begrüßen. Bereits im 18. Jahrhundert machten die Zimmerleute und Tischler in Ihren Werkstätten einen Frühjahrsputz. Die Werkstätten wurden aufgeräumt und die Abfälle sowie Holzspäne wurden am 19. März dem Josephtag, der Schutzpatron der Tischler, verbrannt.
Das Highlight ist die Verbrennung der Skulpturen, diese geschieht in der Nacht zum 20. März. Um Mitternacht lodern gleichzeitig fast 400 Fallas auf. Die “Fallas” werden mit Knallkörpern bestückt, so dass sie mit viel Getöse explodieren.
Nach nur 30 Minuten ist alles vorbei, übrig bleibt nur Asche. Während dieser Zeit ist
die Feuerwehr in Valencia im Großeinsatz um mit Wasserkanonen, die umliegenden Häuser vor Feuer zu schützen.
Die von einer Kommission zur schönsten “Falla” gekürte Figur bleibt von der Verbrennung verschont, sie erhält im “Fallas-Museum” einen Ehrenplatz.
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